Midlife Crisis
Sexualität,

die Bühne der Krise bei Männern.
7 Phasen der Krise & 4 Schritte in
Richtung Lösung

Inhaltsverzeichnis

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Midlife Crisis & Sexualität
bei Männern

Männer und ihre Sexualität – ein offenes Geheimnis? Man spricht ja davon, dass wir in einer übersexualisierten Gesellschaft leben. Wir scheinen offen und befreit, auch auf sexueller Ebene, zu sein. Doch wenn es tatsächlich so wäre, gäbe es dann so viele Ratgeber?

Warum gibt es also ganz offensichtlich trotzdem so viele offene Fragen zum Thema Sexualität? Ich für meinen Teil erlebe unter Männern kaum Gespräche darüber.

Vielleicht hört man mal die eine oder andere Geschichte einer heldenhaften Nacht, in der davon berichtet wird, wie man bewiesen hat, was für ein toller Liebhaber man doch ist. Ich frage mich dann oft, ob die andere Seite das auch so sieht.

In meiner Praxis als Coach und konkret in der Arbeit mit Männern erlebe ich dazu ein ganz anderes Bild. Ich sehe gerade bei Männern, die in der Midlife Crisis feststecken, dass die Sexualität zur Bühne wird, auf der sich darstellt, welche Probleme in der Tiefe eigentlich stecken. Würden diese gelöst, könnte die Sexualität auf eine neue und frische Art gelebt werden und Beziehungen würden nicht mehr unter diesem Thema leiden.

Letztlich könnten, da wo eine unerfüllte Sexualität ein entscheidender Grund für eine Trennung ist, Beziehungen gerettet werden. Die Voraussetzung hierfür wäre, die Beziehung zu sich selbst zu retten, die Krise als Chance zu erkennen und mit echtem Wachstum zu erfüllen.

Was bedeutet das?

Schauen wir uns zunächst an, was Sexualität ist. Jedem ist klar, dass es die intimste Form der Verbindung zweier Menschen ist. Ganz Mann-gerecht, also mit pragmatischem Blick geschaut, ist es das Verbinden zweier Körper zu einer Einheit.

Das Ziel dabei ist Ekstase, gemeinsam den Höhepunkt zu erreichen und diesen Moment auf der höchsten Ebene gemeinsam verschmolzen, miteinander zu teilen. Gelingt dies, ist es ein unbeschreiblicher Moment für beide. Viele beschreiben ihn als ein vollkommenes Gefühl von Vollständigkeit und Lebendigkeit.

Bei Männern in der Midlife Crisis bzw. bei einem Paar, wo der Mann in die Midlife Crisis geraten ist, ist das vielmals schon lange nicht mehr so.

Es scheint, als wäre die Verbindung zu seinem/seiner Partner/in verloren gegangen oder man komme nicht mehr so zusammen, wie es einmal möglich war. Für viele Paare bleibt der Akt an sich oft schon länger aus oder wird oft nur noch für die Statistik ab und an einmal vollzogen.

Es scheint eine stillschweigende Vereinbarung zwischen vielen Paaren zu geben die besagt, solange wir wenigsten noch Sex haben, auch wenn er nicht erfüllend ist, ist es nicht ganz vorbei.

Der Akt an sich scheint wie ein letzter Anker zu sein, die Beziehung noch nicht ganz infrage stellen zu müssen. Doch erlebe ich Männer in der Midlife Crisis, dass sie auch diesen Anker irgendwann nicht mehr aufrechterhalten können oder wollen. Auch können Frauen früher oder später an einen solchen Punkt kommen, an dem die Beziehung soweit infrage steht, dass etwas passieren muss. Sobald die Beziehungsfrage im Raum steht gibt es oft nur noch zwei mögliche Wege.

Trennung als Lösung

Bei einer statistischen Scheidungsrate von 80% bei Paaren, die in Großstädten leben, scheint ein häufig gewählter Weg offensichtlich die Trennung zu sein. Unabhängig von der Vielzahl an Gründen ist also Fakt, dass eine Trennung oft der Weg der Wahl ist. Sie scheint eine tragfähige Lösung für die Themen, die vorher auf der sexuellen oder der Beziehungs- Bühne an sich nicht gelöst werden konnten oder wollten, zu sein.

Schaut man sich das genauer an, ist die Trennung symbolisch der Abschluss einer Beziehung und somit der letztendliche Beweis dafür, dass man im Laufe der Zeit beziehungslos geworden ist. Eine Trennung kann im Grunde also nicht wirklich als ein plötzlich eintretendes Ereignis gesehen werden. Sie ist vielmehr der offizielle Akt, die letzten Reste der Verbindung, der Zugehörigkeit und sich somit vollständig von der Beziehung zu lösen.

Innerhalb der Beziehung muss also schon längere Zeit vorher eine schrittweise Trennung voneinander vonstattengegangen sein. Das heißt, es musste sinnvolle Gründe gegeben haben, sich von der Beziehung bzw. vom Partner/von der Partnerin zu lösen. Die Gründe können vielfältig sein.

Ein Grund bei Männern in der Midlife Crisis ist, dass sie mit sich selbst nicht wirklich in einer guten Beziehung stehen. Pauschal gesagt, ihnen fehlt etwas. Ihnen fehlt etwas in der Beziehung zu sich selbst. Die Beziehung zur Partnerin bzw. die Sexualität war vorher „nur“ die Bühne, auf der dieser Mangel kompensiert wurde. Die Idee war, dass die Beziehung, der Sex diesen Mangel ausgleichen sollte. Auf lange Sicht funktioniert das leider nicht.

Entwicklung als Weg

Der andere Weg wäre und das ist jener, den ich Männern, die in meine Praxis kommen, erkläre, dass die einzige Lösung die ist, die Beziehung zu sich selbst zu retten. Oft schauen mich zwei große fragende Augen an, gefolgt von der Frage: „Was soll das denn heißen?“

Ich erkläre den Männern dann zunächst zwei einfache Dinge.

Was passiert beim Höhepunkt?

Zwei Menschen sind so tief miteinander verbunden, dass sie wie aus einem Guss, also eine komplette Einheit werden. Es ist, als würden sich die eigenen Körpergrenzen auflösen und man verschmilzt praktisch miteinander. Die eigene Identität, so könnte man sagen, löst sich praktisch auf.

Ich erlebe viele Männer, die eine solche Erfahrung zwar nur vom Hörensagen kennen, doch es scheint so zu sein, als würden auch diese Männer trotzdem intuitiv eine Vorstellung davon haben. Männer die eine solche Erfahrung schon einmal erleben durften, beschreiben sie als ein Gefühl von angekommen sein, verbunden mit absoluter Zufriedenheit und vollkommen lebendig, das pure Glück. Das muss Liebe sein, man fühlt sich vollständig und es scheint an nichts zu fehlen.

Wer bist du?

Wenn ein Zustand so natürlich, so lebendig ist und sich so echt anfühlt, dass man sagt, so fühlt sich also Angekommen- und Vollständigsein an, wie nah ist man dann seiner eigenen Natur und somit mit sich selbst in Beziehung? Wohl sehr nah.  Und vielleicht fällt auf, dass das passiert, weil man sich sehr nah gekommen ist.

Viele Paare beschreiben eine solche Phase, die meist am Beginn einer neuen Beziehung steht, wie ein Schweben auf Wolke 7. Alles ist so leicht, alles gelingt wie von selbst. Es gibt kaum Ängste und Bedenken noch Grenzen. „Es ist, als würde uns die Welt gehören“ – kann man Paare sagen hören.

Könnte es sein, dass Mann (und Frau) ihrer eigenen Natur in einer solchen Phase so nah sind, wie noch nie?

Könnte es sein, dass es das ist, was jeden von uns ausmacht? Nämlich ein vollständiges, liebendes und geliebtes Wesen?

Vielleicht klingt das jetzt etwas esoterisch, doch jedem vernünftig Denkenden sollte dieser Gedanke eingängig sein.

Wenn der Zauber vorbei ist, zeigt sich die Realität.

Leider hält dieser Zustand oft nur maximal drei Jahre – wenn überhaupt. Dann tritt die „Realität“, das was wir Alltag, also Normalzustand nennen, wieder ein. Wir sind wieder von dem Trip mit der rosaroten Brille herunter gekommen, der hormonelle Zustand ist wieder auf „Normal-Niveau“. Man ist wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen und manchmal eben auch am Ende der Liebe.

Doch könnte es sein, dass das was wir „Realität“ oder „Normalzustand“ nennen uns eigentlich von unserer wahren Natur entfernt? Wir fühlen uns nicht mehr liebend, oder geliebt – ist das die Realität?

Könnte es vielleicht eher sein, dass wir in einem solchem Zustand (der Normalität) eben nicht mehr wir selbst sind? Ein Mann z.B. merkt jetzt (auf einmal), dass er nicht mehr er selbst ist. Das ist übrigens auch eine häufige Aussage in unglücklichen Beziehungen. Aber er merkt nicht, dass er praktisch „nur“ die Beziehung zu sich selbst verloren hat.

Männer fühlen sich unvollständig

Männer in der Midlife Crisis beschreiben diese Phase, wie als würde etwas fehlen, gepaart mit Unzufriedenheit und Zweifel und das oft trotz dessen, dass im Grunde äußerlich eigentlich nichts fehlt. Die Wahrheit ist, Mann hat sich selbst verloren und ist nun auf der Suche nach dem verlorenen Schatz.

Er sucht nun in der Außenwelt nach Neuem, doch eigentlich sucht er sich selbst und leider oft an der falschen Stelle. Bei Männern die in der Midlife Crisis stecken, ist die Krise der Ausdruck, der ihn darauf aufmerksam machen will. Es wäre also eine Umkehr notwendig. Umkehren deshalb, um sich nicht mehr weiter von sich zu entfernen, nicht mehr weiter nach einer Lösung im Außen zu suchen, sondern wieder zurück zu sich selbst zu finden.

Das heißt, im Grunde darf alles hinterfragt werden, was dazu geführt hat, in einem solchen Zustand gelandet zu sein. Jedoch passiert leider oft genau das Gegenteil bzw. es geht weiter wie bisher und führt noch weiter von sich weg.

Es ist leider bei vielen Paaren oft nur eine Frage der Zeit bis der Vorhang in einer Beziehung fällt und die Bühne auf der sich Beziehungsprobleme und sexuelle Themen darstellen frei ist und sprichwörtlich das Theater losgeht. Kommen bei Männern noch eigene Unstimmigkeiten mit sich selbst hinzu, also das eintritt, was allgemein als Midlife Crisis bezeichnet wird, dann ist es fasst vorprogrammiert.

Die Szenen der Krise

1. Ausbruch zwischen 30 und 35

Es spielen sich Szenen ab, in denen Männer zwischen 30 und 35 ausbrechen. Sie suchen nach neuen Abenteuern oder trennen sich in dem Glauben, das verloren gegangene Gefühl (für sich selbst), durch zum Beispiel eine neue Partnerin wieder zu finden.

Sie glauben, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem unlebendigen, unvollständigen, unerfüllten Gefühl und der aktuellen Partnerschaft geben muss. Sie wollen wieder liebend und geliebt sein, denn aktuell fühlen sie sich vollkommen entfernt von dem, was sie einmal kannten, sich wünschen oder suchen. Den Verlust projizieren sie letztlich auf die Beziehung.

Sie glauben, die Zukunft, mit allem was sie bringen möge, könnte ihnen den Verlust ausgleichen. Deshalb lassen viele Männer in der Midlife Crisis alles hinter sich, egal wie hoch der Preis ist.

Übrigens ist dies kein rein männliches Phänomen, sondern kommt auch bei Frauen vor.

2. Stillstand zwischen 40 und 50

Gleiches passiert bei Männern zwischen 40 und 50. Nur stehen sie nun oft nicht zum ersten Mal an dieser Stelle, weil jetzt vielleicht schon die nächste Beziehung infrage steht.

Manche Männer haben aufgrund bestimmter Verpflichtungen, wie Kinder, Haus, Karriereaufbau usw. lange nicht gemerkt, was ihnen fehlt oder das ihnen überhaupt etwas fehlt. Doch mit 40-50 ist das Meiste, was im Leben typischerweise auf der Agenda stand, erreicht. Nun wird der Raum frei, dass sich bestimmte Gefühle und Unzufriedenheiten zeigen. Es ist also Raum entstanden, diese wahrzunehmen, weil kein großes Ziel mehr ansteht. Es ist praktisch alles „abgearbeitet“, scheinbarer Stillstand tritt ein.

3. Verdrängung

Viele Paare sind im Laufe ihrer Beziehung, oft mehrfach über diesen Moment hinaus gegangen bzw. haben diese Gefühle ignoriert oder beiseite geschoben. Diese Gefühle sind meist schon länger subtil vorhanden, nur hat man die Lösung oft z.B. in einem weiteren Kind, einer großen gemeinsamen Reise oder einem anderen möglichst großen Ziel gesucht.

4. Kompensation

Irgendwann helfen aber auch diese Methoden nicht weiter und das Gefühl, dass etwas fehlt, kommt wieder an die Oberfläche. Viele Männer kompensieren das gern weiter durch Aktivität, um nicht spüren zu müssen, wie es ihnen (wirklich) geht. Sie schaffen sich Abhilfe durch Laufen, Marathon, irgendwelche Anschaffungen – was auch immer hilfreich der Ablenkung dient, wird gern gewählt.

Wenn man genauer hinschaut, muss der Verlust seiner selbst naturgemäß mit Schmerz verbunden sein und ist auf seelischer Ebene natürlich absolut inakzeptabel.

Nicht umsonst sagt man, dass man in einer Einheit von Geist, Körper und Seele vollständig in Balance und Harmonie ist. Ist das nicht der Fall, ist offensichtlich etwas aus dem Gleichgewicht geraten.

5. Ungleichgewicht

Mit 50 kommen gegebenenfalls durch die Dysbalance erste körperliche Beschwerden oder sexuelle Einschränkungen hinzu. Mann hat sein ganzes Leben lang versucht, seinen Mann zu stehen. Nun bekommt der eine oder andere gezeigt, dass das nur eingeschränkt, mit Hilfsmitteln oder gar nicht mehr wie gewünscht funktioniert.

Die Frage steht also ganz konkret, wer bin ich noch als Mann? Bin ich überhaupt noch ein vollwertiger Mann? Man hat sich offensichtlich einen Stand seiner selbst erarbeitet, indem man nicht mehr Standhaft sein kann, der einem nicht gerecht wird oder auf butterweichem Sand gebaut ist.

6. Druck

Umgekehrt ist es bei Männern, die unter vorzeitiger Ejakulation leiden, was jedoch meist schon bei Männern etwas jüngeren Alters auftritt und dem angestrebten Zustand einer erfüllenden Sexualität entgegen steht.

Die Gründe sind vielfältig, doch oft hängt es mit Druck und einem Leistungsmechanismus zusammen. Das betrifft meist Männer, die praktisch unter innerlich angestautem Leistungsdruck stehen, der sich auf dieser Ebene in frühzeitiger Entladung zeigt.

Folglich ist Mann mit Kontrollverlust konfrontiert und gewillt, seinen Überdruck nun wieder unter Kontrolle zu bekommen. Doch ist Krontrolle genau das, was noch mehr Druck erzeugt und dafür sorgt, dass es noch schneller passiert.

Hilfreich wäre also das Loslassen und Freimachen von Druck und der Idee, eine Leistung erbringen zu müssen. Verlustängste sind meist auch bei diesen Männern zu beobachten und die sexuelle Bühne ist der Ausdruck dessen.  Wenn es nicht mehr läuft, steht Mann als guter Liebhaber infrage. Gegebenfalls steht auch die eigene Männlichkeit mehr und mehr infrage. Weiter gedacht, kann der Verlust der Beziehung drohen, was letztlich mit Einsamkeit verbunden wäre.

Wer bin ich dann noch? Was habe ich dann noch? Natürlich verursacht das Druck.

7. Der Strudel in die Trennung hinein

Es ist wie ein Kreislauf, der oft immer tiefer geht und bei vielen Paaren zum Stillstand führt. Man kann sagen, man kommt nicht mehr zusammen. Was ganz praktisch auch oft der Fall ist. Es funktioniert nicht mehr und wird nur noch ein anstrengendes Gebastel. Oft klemmt es auch, da der Mann praktisch wie blockiert und somit verklemmt ist und/oder ggf. bei Frauen noch hinzukommt, dass bei ihr Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten oder es an Feuchtigkeit mangelt.

Symbolisch könnte man sagen, dass dann in den Schlafzimmern eine kühle, zielorientierte, trockene und nüchterne beiderseitige Abreibung stattfindet. Ein auf Geschwindigkeit und Effizienz getrimmter Akt zum Höhepunkt weit davon entfernt, sich intim zu begegnen und eine in Einheit verbundene Erfahrung daraus entstehen zu lassen.

Sex erscheint bei vielen Paaren als ein Hantieren zweier getrennter Körper, erfüllt mit Druck dem anderen irgendetwas besorgen zu müssen. Für viele Männer ist Sex zu etwas geworden, wo es darauf ankommt, ob sie ankommen. Sie glauben, etwas beweisen und abliefern zu müssen, weil das Gefühl der Trennung, der Unverbundenheit meist schon längst besteht und innerhalb des Aktes überwunden werden will.

Nur so scheint es möglich, wieder bei ihrer Partnerin anzukommen und selbst ein Gefühl von Angekommen sein zu erfahren. Meist gelingt das nur selten oder gar nicht und kann bei Männern zu Selbstzweifel führen. Gerade bei Männern, die in der Midlife Crisis stecken, treten diese häufig auf.

Viele Frauen entziehen sich verständlicherweise einem solchen Akt oder greifen in der Not zu dem Mittel, Orgasmen vorzutäuschen, um zumindest das Bild einer hingebungsvollen Frau abzugeben. Doch eigentlich fühlt sie sich während des Aktes allein, getrennt und alles andere als hingezogen und verbunden.

Sie ziehen sich dabei lieber in sich selbst zurück, um wenigstens sich selbst ein Stück nahe zu sein. Ihr Körper zeigt ihnen das auch oft, indem er einfach zu macht und praktisch eigentlich nicht offen für diese Art von Verbindung ist.

Es besteht auch keine wirkliche Verbindung, denn es ist, wie als treffen sich zwei völlig fremde Wesen. Beide fühlen sich getrennt voneinander. Männer fühlen sich im Grunde einsam und getrennt von sich selbst und ihre Partnerin fühlt sich zurückgezogen und unverbunden und somit auch wie abgeschnitten.

Oft zeigt sich dieses Entfremdet sein auch in der Kommunikation untereinander. Zwei fremde Welten treffen aufeinander. Die Beziehung und der Sex wird dann wie bereits weiter oben beschrieben zur Bühne, auf der sich das von sich selbst und somit auch vom Partner getrennte Sein, abspielt.

Das ist aus meiner Sicht auch der Grund, warum letztlich die Lösung oft in einer Trennung gesehen wird und geglaubt wird, dass es dann doch nicht der Seelenpartner war und er wohl noch in der Zukunft wartet.

Doch am Anfang haben sich einmal zwei Seelen getroffen und waren miteinander verbunden. Waren einst selig und glücklich, praktisch glückselig.